Wie sieht eine touristische Blaupause aus?

Dieser Begriff ist bei Gesprächen entstanden, wenn es um die Frage geht, wann ein Reiseziel touristisch reizvoll für einen Grossteil der Reisenden

Gefühl
Ein Land muss Vertrauen erwecken. Schlechte Nachrichten bleiben lange im Bewusstsein verhaften. Wenn zum Beispiel ein Terroranschlag passiert, führt dies zu grossen Ausfällen. Falls kaum Gäste im Land gewesen sind und es keine grossen Werbebudgets nützen die schönsten Landschaften und freundlichsten Menschen wenig.

Einfache Einreise
Wenn schon ein Visa, dann unkompliziert, auch viele Impfungen schrecken ab. Das Land soll schnell erreichbar sein, der Zoll freundlich und auch die Abfertigung. Ein Transfer ist wichtig und ebenso eine Hilfestellung, wenn die Sprache fremd ist.

Infrastruktur
Es braucht Strassen, Krankenhäuser, Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, das ist in Entwicklungsländern schwierig. Doch die Reisenden sind verwöhnt.

Service
Vor Ort muss es genügend DMCs geben, die ihr Geschäft verstehen und alles organisieren. Die Preise eher günstig, Mondpreise wie in vielen Hauptstädten Afrikas schrecken ab. Dann ist Sauberkeit wichtig und das Autos, etc. funktionieren.

Schweizer Touroperator für Sambia neugierig machen

Seit Jahren besuche ich die diplomatischen Vertretungen von afrikanischen Ländern in Genf. Es geht um Diskussionen, Eindrücke und Neuigkeiten. Engagiert hat sich die Mission von Sambia in Genf gezeigt. Ich solle doch mal nach Sambia reisen, einen FAM Trip organisieren. Sie sprühten vor Ideen-

Da ist ein Projekt entstanden mit dem Ziel die Schweizer Reiseveranstalter für Afrika ins Boot zu holen. Daraus sollen Angebote entstehen schlussendlich Touristen Geld ins Land bringen.

Wie sieht nun mein Honorar aus? Ehrenamtlich, sogar die Kosten übernehme ich selber. Wie die Zukunft? Offen, es beginnt langsam. Was ist das Ziel? Verständnis für Afrika und die Herausforderungen verstehen.

Die wesentlichen Schritte sind auf meiner Webseite von Sambia veröffentlicht
Webseite von Sambia

Für Sierra Leone Tourismus entwickeln?

Eine Webseite, die ich mit Reisezeit betreue ist die von Sierra Leone. Es ist ein Anliegen, hier was zu tun. 10 Jahre Frieden, Stabilität, Demokratie, doch überall fehlt das Geld.

Da gibt es Gespräche, dies ist exemplarisch für viele Projekte, doch für die Umsetzung fehlen schlicht die finanziellen Mittel. Bedingungsloses Ehrenamt ist schwierig. Strukturen, die eine konstante Arbeit sichern, sind nötig.

In Gambia ist FTI Touristik stark. Wie es dazu gekommen ist, erläutert die Presseverantwortliche des Konzerns.

„Das hat mit dem persönlichen Engagement unseres Firmengründers Dietmar Gunz zu tun. Er hatte Gambia bereits vor über 20 Jahren touristisch entdeckt und für den deutschsprachigen Markt erschlossen. Zugegeben ist die Destination nach einer anfänglichen Hochphase bald auf ein eher kleines Niveau gefallen, war aber seither stets fester Bestandteil unseres Afrika-Portfolios.

Seit 2017/2018 haben wir aufgrund der politischen Entwicklungen und der nahezu euphorischen Aufbruchsstimmung sowie dem unbedingten Willen im Land, wirtschaftlich wieder zu erstarken, das Potenzial gesehen, den Tourismus wieder aufzubauen. Entsprechend hatten wir unser Engagement deutlich verstärkt: hatten wöchentliche Nonstopflüge von Deutschland sowie von den Niederlanden aus nach Banjul aufgelegt, eigene Strandressorts vor Ort eröffnet, weitere Hotels in unser Portfolio aufgenommen, unterschiedlichste Ausflüge und Rundreisen entwickelt sowie B2B-seitig Informationskampagnen und B2C-seitig Marketingaktionen gefahren.

Gambia steht insofern mit der FTI GROUP schon seit langem in Verbindung. Auch die Hauptkantine in unserer Münchner Zentrale sowie eine unserer eigenen Hotelmarken sind nach einem gambischen Wort benannt: Kairaba, was mit „Frieden“ oder „Harmonie“ übersetzt werden kann.“

Nun, persönliches Engagement ist sicher ein wichtiger Eckpfeiler, doch effektiver sind konkrete Entwicklungsplänen mit Blaupausen.